Leben und arbeiten in Irland: Schüler der Wirtschaftsschule berichten vom „Irish Way of Life“

Zwei Wochen Praktikum in Dublin, das Leben in irischen Gastfamilien und viele neue Eindrücke: 15 Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf berichteten bei einem Informationsabend von ihren Erfahrungen auf der Grünen Insel.

Im April 2026 machten sich 15 Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf im Rahmen des Projekts „Europe – be part of it" auf den Weg nach Irland. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Theresa Kaschner und Reinhold Altmann. Zwei Wochen lang sammelten sie bei einem Betriebspraktikum in Dubliner Einzelhandelsgeschäften berufliche Erfahrungen, lernten Land und Leute kennen und lebten bei irischen Gastfamilien. Unterstützt wurde das Projekt durch Fördermittel aus dem EU-Programm Erasmus+.

Wie abwechslungsreich und lehrreich diese Zeit war, schilderten die Jugendlichen bei einem Informationsabend vor interessierten Eltern und Schülern. Nach der Begrüßung durch Schulleiter Christian Alt begann die rund einstündige Reise durch den irischen Alltag. Anna Beck und Felix Kreipl führten in fließendem Englisch souverän durch das Programm. Im Wechsel berichteten die Teilnehmer – ebenfalls komplett auf Englisch – von ihren Praktikumsstellen, dem Leben vor Ort, den Sehenswürdigkeiten Dublins und ihren Erfahrungen mit den Gastfamilien.

Den Auftakt machten Benedikt Falter und Valentin Gegenfurtner. Sie stellten Irland vor und gaben Einblicke in die Welt irischer Fabelwesen und traditioneller Bräuche.

Anschließend schilderten Nina Breu, Ognyan Dimchev, Kevin Nowak und Aidan Stammel ihren Arbeitsalltag in den jeweiligen SPAR-Märkten. Zu ihren Aufgaben gehörten vor allem, die Verkaufsflächen sauber zu halten, Regale aufzufüllen sowie Waren zu sortieren und auszuzeichnen. Außerdem unterstützten sie die Mitarbeiter an den Bedientheken und Kassen. Besonders positiv in Erinnerung blieb ihnen die Freundlichkeit ihrer Kollegen. Eine weitere wichtige Erfahrung: Im Arbeitsalltag war Englisch gefragt, was eine ideale Gelegenheit bot, die eigenen Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden und zu verbessern.

Wie unterschiedlich die Gastfamilien waren und wie das Zusammenleben funktionierte, berichteten Bohdan Sereda, Maximilian Weiß und Carola Krieger. Die meisten Jugendlichen teilten sich ein Doppelzimmer, einige durften sogar eine eigene kleine Wohneinheit beziehen. Beim Essen gab es kaum Unterschiede. Alle bedienten sich in der Regel selbst beim Frühstück und wurden zum Abendessen meist bekocht. Insgesamt beschrieben die Jugendlichen ihre Gastgeber als fürsorglich und herzlich.

Neben Praktikum und Gastfamilie kam natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz. Laura Kammerl und Heidi Zimmermann präsentierten die gemeinsamen Unternehmungen der Gruppe. Zu den Höhepunkten zählte der Besuch des EPIC-Museums und des Illusion Museums sowie eine Schnitzeljagd durch Dublin, bei der die Jugendlichen die Stadt auf besondere Weise erkundeten. Auch ein gemeinsames Fish-and-Chips-Essen in einem traditionellen Pub und ausgiebige Shoppingtouren durch die Einkaufsstraßen standen auf dem Programm. Abgerundet wurde das Freizeitangebot durch einen Besuch im Escape Room.

Maria Ertl und Kilian Worm stellten abschließend ihre Erwartungen vor der Reise den tatsächlichen Erfahrungen gegenüber und kamen zu einem positiven Fazit: Die Teilnahme habe sich in jeder Hinsicht gelohnt. Neben wertvollen Einblicken in die irische Arbeitswelt hätten sie Land und Leute kennengelernt, ihre Englischkenntnisse verbessert und an Selbstständigkeit gewonnen. Das Praktikum sei damit nicht nur beruflich, sondern auch persönlich eine Bereicherung gewesen.

Den Schlusspunkt des Informationsabends setzten die Projektkoordinatoren Reinhold Altmann und Dagmar Pleintinger. Sie informierten über die Bewerbungsmöglichkeiten für das nächste Berufspraktikum im April 2027, erläuterten die finanzielle Unterstützung durch Erasmus+ und erklärten, welche Kosten von den Teilnehmern selbst getragen werden müssen.

Der Abend machte deutlich: Ein Auslandspraktikum eröffnet jungen Menschen weit mehr als einen Blick in die Berufswelt eines anderen Landes. Es fördert Sprachkenntnisse, stärkt die Eigenständigkeit und ermöglicht Begegnungen, die weit über den Schulalltag hinausreichen. Dies bekräftigte auch Schulleiter Christian Alt am Ende des Abends und überreichte jedem Praktikanten den „Europass Mobilität". Das Dokument bescheinigt die im Ausland erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen.

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