„Leben und leben lassen“

Pädagogischer Halbtag im Zeichen von Sicherheit und Verantwortung

Der pädagogische Halbtag der Staatlichen Wirtschaftsschule und der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf stand ganz im Zeichen von Sicherheit, Verantwortung und professioneller Handlungskompetenz. Das Kollegium vertiefte seine Kenntnisse in den Bereichen Reanimation und Brandschutz und verband dabei fachliche Vorträge mit praxisnahen Übungen.

Im Rahmen des pädagogischen Halbtags widmeten sich die Lehrkräfte intensiv den Themen „Wiederbelebung und Brandschutz in der Schule“. Die Fortbildungsveranstaltung verband fundierte fachliche Expertise mit praxisorientierten Trainings und unterstrich die Bedeutung medizinischer und brandschutztechnischer Handlungssicherheit für mögliche kritische Situationen im Schulalltag.

Nach der Begrüßung der mehr als 70 Kolleginnen und Kollegen durch Schulleiter OStD Christian Alt referierte StR Johannes Eisenreich über die neuen Alarmierungsmöglichkeiten mithilfe der Internetplattform „WebUntis“. Dabei ging er auch auf mögliche Probleme bei einer Alarmierung ein. Da die beiden Schulen derzeit noch nicht miteinander verknüpft werden können, bestehen hier noch technische Herausforderungen. An einer Lösung dieses Problems soll künftig intensiv gearbeitet werden.

Reanimation: Theorie und praktische Übungen

Im zweiten Teil vermittelte die Leitende Oberärztin und Notfallmedizinerin Yvonne Kraus in einem wissenschaftlich fundierten und zugleich anschaulichen Vortrag die wesentlichen theoretischen Grundlagen der Reanimation. Sie erläuterte die physiologischen Abläufe bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand und verdeutlichte die entscheidende Bedeutung schneller und entschlossener Erstmaßnahmen. Auch der möglichst frühzeitige Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) sowie die rasche Alarmierung des Rettungsdienstes standen im Mittelpunkt.

Anschließend folgte die praktische Umsetzung des theoretisch Erlernten. Unter der sachkundigen Anleitung von Frau Kraus, unterstützt durch die Schulsanitäter der Staatlichen Wirtschaftsschule sowie Christoph Philipp, Pflegefachmann und ehemaliger Schulsanitäter, trainierten die Lehrkräfte verschiedene Reanimationsszenarien. Zum Einsatz kamen Reanimationspuppen der Malteser Deggendorf. Auf diese Weise konnten die Teilnehmenden wichtige notfallmedizinische Abläufe einüben und ihre Handlungssicherheit für den Ernstfall vertiefen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einweisung in das an der Schule vorhandene Defibrillationsgerät. Die Lehrkräfte lernten dessen Funktionsweise und Bedienung kennen und konnten die Anwendung unter realitätsnahen Bedingungen erproben. Die Verbindung von fachlicher Anleitung und praktischem Training trug dazu bei, mögliche Hemmschwellen abzubauen und Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen zu gewinnen.

Brandschutz im schulischen Alltag

Der dritte Teil der Fortbildung stand im Zeichen des vorbeugenden Brandschutzes. Sicherheitsingenieur, Notfallsanitäter und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL) Roland Schreiber beleuchtete aktuelle Herausforderungen und Risiken im schulischen Umfeld. Anhand praxisnaher Beispiele erläuterte er angemessene Verhaltensweisen bei unterschiedlichen Brandereignissen im Schulalltag.

Besonderes Interesse fanden seine Ausführungen zum Umgang mit Fettbränden, bei denen falsche Löschversuche erhebliche Gefahren verursachen können, sowie zu den zunehmenden Risiken durch brennende Akkus und Mobiltelefone. Mit großer fachlicher Kompetenz und pädagogischem Einfühlungsvermögen verband er theoretische Grundlagen mit konkreten Handlungsempfehlungen.

Den Höhepunkt des pädagogischen Halbtags bildete schließlich ein umfangreiches Feuerlöschtraining, das von Sicherheitsingenieurin Carina Dichtl organisiert und begleitet wurde. Unter professionellen Bedingungen konnten die Lehrkräfte den Umgang mit verschiedenen Feuerlöschern selbst erproben und eigenständig Löschmaßnahmen bei simulierten Brandereignissen durchführen. Die praktischen Erfahrungen vermittelten zusätzliche Sicherheit und verdeutlichten die Bedeutung eines besonnenen und zielgerichteten Handelns in Gefahrensituationen.

Zum Abschluss betonte OStD Christian Alt, dass Schule weit mehr als ein Ort des Lehrens und Lernens sei. Die intensive Auseinandersetzung mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen und wirksamen Brandschutzstrategien leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherheitskultur der Schulgemeinschaft. Die gewonnenen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen stärken die Handlungsfähigkeit der Lehrkräfte und tragen dazu bei, im Ernstfall kompetent, verantwortungsbewusst und souverän handeln zu können.

Bei einem kleinen Ratsch kam auch der kollegiale Austausch nicht zu kurz. Der Wunsch nach einer baldigen Wiederholung der Fortbildung wurde von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen geäußert.

Newsübersicht WS

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.