Ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus: „Mazel Tov“ an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf

Von links: Stellvertretender Schulleiter Herr Schmid (StD), Referentin Nina Coenen, Michael Peter (OStR) sowie Referent Sami Alkomi.
Von links: Stellvertretender Schulleiter Herr Schmid (StD), Referentin Nina Coenen, Michael Peter (OStR) sowie Referent Sami Alkomi.

An der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf fand Ende Juni ein Workshop statt, der die Klasse IN11a nachhaltig beeindruckte. Der Verein Bürger Europas e.V. war mit seinem Dialog- und Quizformat „Mazel Tov“ zu Gast und brachte den Schülerinnen und Schülern auf lebendige und zugleich tiefgründige Weise die Themen „Jüdisches Leben in Deutschland“ und „Kampf gegen Antisemitismus“ näher. Das Format entstand in enger Kooperation mit dem Verein Demokratielotsen. Die beiden Referenten Nina Coenen und Sami Alkomi führten mit einer Mischung aus Humor, Empathie und fachlicher Kompetenz durch die 90-minütige Veranstaltung und schafften es, selbst komplexe Inhalte anschaulich und lebensnah zu vermitteln.

„Mazel Tov“ setzt auf ein dialogorientiertes Konzept, das Wissensvermittlung und Interaktion miteinander verbindet. Die fünf Themenblöcke wurden jeweils durch kurze, emotionale Videoclips eingeleitet. Den Auftakt machte der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, mit einem virtuellen Grußwort zum Themenblock „Jüdisches Leben in Deutschland“. Weitere Schwerpunkte waren der Kampf gegen Antisemitismus, jüdische Traditionen und Feste, historische Hintergründe sowie aktuelle Entwicklungen im Nahostkonflikt, die sachlich, differenziert und sensibel eingeordnet wurden.

Die Schülerinnen und Schüler waren während des gesamten Workshops aktiv eingebunden. Mithilfe von TED-Abstimmungsgeräten beantworteten sie Quizfragen zu jedem Themenblock und diskutierten anschließend gemeinsam mit den Referenten über die Ergebnisse. Die gelungene Verbindung aus Wissensvermittlung, Austausch und spielerischen Elementen sorgte für eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre. Kleine Sachpreise und koschere Süßigkeiten als Belohnung für richtige Antworten steigerten zusätzlich die Motivation und Begeisterung.

Im anschließenden Feedback betonten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie wertvoll es sei, jüdisches Leben nicht nur aus dem Geschichtsunterricht zu kennen, sondern dessen heutige Vielfalt und Aktualität kennenzulernen. Besonders hervorgehoben wurden die abwechslungsreiche Gestaltung des Workshops, die anschauliche Vermittlung der Inhalte sowie die sympathische und offene Art der beiden Referenten.

Ein herzliches Dankeschön gilt Nina Coenen und Sami Alkomi für die gelungene Durchführung des Workshops. „Mazel Tov“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Dialog, persönliche Begegnungen und fundiertes Wissen im Kampf gegen Vorurteile und Antisemitismus sind – und wie sie junge Menschen dabei unterstützen, sich für eine offene, vielfältige, tolerante und demokratische Gesellschaft einzusetzen.

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