Berufsinfomesse zu den Traumberufen im Einzelhandel

Verkäufer/in und Kauffrau/-mann im Einzelhandel

Seit vielen Jahren trägt die Kaufmännische Berufsschule das Schulprofil Inklusion in Kooperation mit der Berufsschule St. Erhard Plattling, um allen Schülerinnen und Schülern in der Bildungsregion Deggendorf mit einer Ausbildung die Chance zu geben, am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. So können wir als Berufsschule aktiv die Bildungsgerechtigkeit in unserer Region gestalten und fördern.

Viele Jugendliche im Landkreis Deggendorf sind sich unsicher, ob der Verkäuferberuf zu ihnen passt oder wissen nicht, wie abwechslungsreich und interessant dieser Beruf ist.

Um diesen jungen Menschen einen ersten Eindruck vom Verkäuferberuf zu ermöglichen, organisierte OStRin Christina Kühnel mit ihrer Klasse EH 10c bereits zum dritten Mal eine Berufsinfomesse rund um die Verkäuferausbildung mit verschiedenen Informations- und Aktionsständen.

Teilnehmer und Ausbildungsbetriebe

Dazu lud sie interessierte Abschlussschülerinnen und -schüler der Mittelschulen sowie der Sonderpädagogischen Förderzentren im Landkreis Deggendorf, der Berufsschule St. Erhard Plattling, der Berufsintegrations- und Berufsvorbereitungsklassen der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf mit ihren Lehrkräften und weiteren Beteiligten ein – auch um das Netzwerk rund um den Verkäuferberuf zu stärken.

Neben Frau Löffelmann und Frau Marx (IHK Passau) warben acht erfahrene Ausbildungsbetriebe für den Verkäuferberuf: Globus Baumarkt und Verbrauchermarkt Plattling, REWE Deggendorf, TeVi Deggendorf, POCO, Hagebaumarkt, Möbel BOSS und TK MAXX informierten engagiert über die betriebliche Verkäuferausbildung. Sie wurden von ihren eigenen Auszubildenden unterstützt, die einen ehrlichen Einblick in ihren Azubi-Alltag gaben.

Erfahrungsberichte von Auszubildenden

Jasmin beispielsweise absolviert ihre Ausbildung bei REWE Deggendorf. Für die 19-Jährige ist es bereits ihre zweite Ausbildung. Zu Beginn war sie etwas skeptisch, ob dieser Beruf ihr tatsächlich gefallen würde, doch mittlerweile ist sie froh über ihre Entscheidung, wie sie verrät.

„Ich mache eigentlich alles“, sagt Jasmin. „Ich stehe hinter der Metzgertheke, bin an der Kasse, mache den Abholservice oder kümmere mich um das Obst- und Gemüse.“ Spaß habe sie bei allen Aufgaben, besonders aber beim Kassieren. „Man lernt den Umgang mit verschiedenen Kunden – sie zu beraten, finde ich toll.“

Leni hingegen ist noch recht neu in der Ausbildung zur Verkäuferin. Erst seit einem Monat ist die 17-Jährige bei Globus Plattling. „Gerade bin ich in der Abteilung mit Schreibwaren“, erzählt sie. „Bisher gefällt es mir echt gut!“

Neben diesen Erfahrungsberichten beantworteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit sowie des Integrationsfachdiensts kompetent die Fragen der Teilnehmenden, wenn es um Karrieremöglichkeiten und weitere Unterstützungsmöglichkeiten für zukünftige Auszubildende ging.

Die Verkäuferklasse EH 10c kümmerte sich um Auf- und Abbau, Verpflegung sowie die Betreuung der Teilnehmenden und der Aktionsstände. Unsere Kooperationsschule St. Erhard unterstützte die Messe mit Selbstgebackenem wie Krapfen und Käsestangen.

Vorstellung des Ausbildungsberufs

Nach der Begrüßung informierte der IHK-Ausbildungsscout Nico (Azubi Globus Baumarkt Plattling) kompetent und sympathisch über den Verkäuferberuf.

Er sei unter anderem für die Kundenberatung zuständig. Außerdem gehören das Verräumen der Waren sowie Reinigungsarbeiten zu seinen Aufgaben. „Spiegel muss man zum Beispiel häufig putzen“, erzählt Nico. Auch nach der abgeschlossenen Ausbildung habe man die Möglichkeit, sich weiterzubilden, beispielsweise zum Handelsfachwirt, erklärte der 15-Jährige.

Zudem gab er Einblicke in den Bewerbungsprozess und das Unternehmen. Man solle unbedingt vorher ein Praktikum machen, um in den Beruf hineinschnuppern zu können, betonte Nico. Außerdem legte er den Schülerinnen und Schülern nahe, gute Englischkenntnisse mitzubringen, da es auch immer wieder vorkomme, Kundinnen und Kunden in dieser Sprache beraten zu müssen.

Im Anschluss informierten sich rund 100 Gäste eigenständig an den verschiedenen Ständen. An den Aktionsständen konnten die angehenden Auszubildenden ihr Fachwissen (z. B. den Nutri-Score verschiedener Lebensmittel einschätzen) oder ihr verkäuferisches Geschick (Waren scannen) testen.

Nach einer Doppelstunde hatten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv durch die Informations- und Aktionsstände gearbeitet – und auch das ein oder andere Praktikum bei den Ausbildungsbetrieben wurde vereinbart.

Fazit

Alexander Schrenk, Sonderpädagoge, lobte die Veranstaltung: „Ich finde es gut, dass verschiedene Firmen herkommen und so Einblicke in die Ausbildungen geben.“

Alle Beteiligten waren sich einig, dass dies eine sehr gewinnbringende Veranstaltung war, die im nächsten Schuljahr unbedingt wiederholt werden sollte. So kann der Übergang von der 9. Klasse ins Berufsleben gut gelingen. Visitenkarten wurden fleißig getauscht, um auch nachhaltig in Kontakt zu bleiben.